Die Bordküche

Die Bordküche

Für ein gutes Essen auf See brauchen sie eine praktische und zuverlässige Bordküche.

An Bord benötigen Sie ein spezielles, für das Meer bestimmtes Kochsystem aus Edelstahl, das den Europäischen Sicherheitsregelungen entspricht.

Grundlegende Kriterien für die Wahl Ihrer Bordküche

Es gibt verschiedene Modelle für eine Bordküche, abhängig von dem verfügbaren Platz in der Kabine und selbstverständlich auch von Ihrem Budget.
Grundsätzlich können Sie zwischen drei verschiedenen Energiequellen wählen:

  • Alkohol (oder hochgereinigtes Petroleum): Die gängigste Quelle, überall auf der Welt erhältlich und ebenfalls zum Heizen verwendbar.
  • Strom: Hierfür müssen Sie Ihre eigene Energieversorgung kennen, indem Sie eine Energiebilanz von Ihrem Schiff erstellen.
  • Gas: Die günstigste Energiequelle, allerdings mit einigen Sicherheitsregeln, die Sie beachten müssen.

Parallel dazu müssen Sie Ihr Kochgerät, abhängig von dem verfügbaren Platz an Bord, wählen:

  • einen Kocher, ein Einbau- oder aufliegendes Kochfeld
  • einen Gasherd (mit oder ohne Ofen) zum Einbauen oder in einer kardanischen Aufhängung. Diese ist an den Seiten des Herds angebracht und ermöglicht mit einer Pendelbewegung, dass der Herd auch bei Krängung horizontal bleibt.

Grillen an BordDie Anzahl an Kochfeldern hängt sowohl von der Passagierzahl an Bord als auch von dem gewünschten Komfort ab. In der Regel reichen drei Kochfelder aus, um alles gleichzeitig zu kochen.

Sie können an Bord auch eine Mikrowelle benutzen, stellen Sie dann aber sicher, dass Ihr Wechselrichter sinusförmig ist, um einen Leistungsverlust von 50% zu verhindern.

 

Vergessen Sie nicht die Bordküche unter freiem Himmel, die eine unverzichtbare Freude auf See ist: das Barbecue! So können Sie insbesondere Ihren frisch gefischten Fisch grillen, ohne den Innenraum des Bootes zu verrauchen. Weitere Informationen über das Grillen an Bord können Sie in unserem Ratgeber Den passenden Bootsgrill wählen lesen.

Regeln und Vorschriften

Die Vorschriften für Gas-Einrichtungen sind einfach und einleuchtend:

  • Die Gasflaschen müssen draußen und über der Wasserlinie gelagert werden. Wenn sie in einer Truhe aufbewahrt werden, dann muss diese gut belüftet sein.
  • Im Fall von Überdruck müssen Sie ein Expansionsventil aus korrosionsbeständigem Metall und ein Sicherheitsventilsystem verwenden.
  • Flexible Schläuche sollten fest miteinander verbunden sein, um das Risiko von undichten Stellen aufgrund von Vibrationen oder Krängung zu vermeiden. Außerdem sollten die Schläuche nicht länger als 1 m sein.
  • Die Anlage muss ein Gasabsperrhahn besitzen, der sich vor dem flexiblen Schlauch befindet und aus der Nähe des Herds erreichbar ist.
  • Die Regelung schreibt einen Feuerlöscher pro 20m² bewohnbarer Fläche vor.
  • Zu guter Letzt, wenn Sie eine neue Ausrüstung kaufen, überprüfen Sie, dass diese eine CE-Kennzeichnung hat und für den Schiffsgebrauch bestimmt ist.

Gut zu wissen

Wenn Sie den Platz für Ihre Bordküche in einer kardanischen Aufhängung ausmessen, denken Sie daran, den Schwenkbereich durch Krängung mit einzuberechnen.

Vergewissern Sie sich, dass die Ofentür über einen Verriegelungsmechanismus verfügt.

Eine elektronische Zündung kann sicherer sein, jedoch sind Sie mit dem Benutzen von Streichhölzern unabhängiger, da Sie, aus Sicherheitsgründen, immer eine Schachtel Streichhölzer oder ein Feuerzeug an Bord haben sollten.

Falls Sie sich für eine Glaskeramik Kochplatte entscheiden, bedenken Sie, dass Sie über genügend Stromversorgung an Bord verfügen müssen, um auch weit entfernt vom Hafen kochen zu können. Am besten haben Sie immer ein Ersatz-Kochsystem (mit Gas oder Alkohol) dabei.

Alkohol (oder hochgereinigtes Petroleum) ist ein Brennstoff, der überall auf der Welt zu finden ist. Darüber hinaus lassen sich bestimmte Herde, die diesen Brennstoff verwenden, ebenfalls als Standheizung nutzen.

Für die Wahl Ihres Ofens, ziehen Sie Emailbeschichtungen vor, die belastbarer gegenüber Meereserosion, günstiger und, wie zu Hause, pflegeleichter sind.

Pflege

Edelstahl, der meistens für die Herstellung von Kochvorrichtungen verwendet wird, ist auch im marinen Umfeld ein rostfreier Stahl, der poliert oder gebürstet sein kann. Die Pflege von gebürstetem Edelstahl ist einfacher.

Für die Einrichtung mit Glaskeramik-Kochplatten reicht meistens ein feuchter Lappen.

Defekte Teile der Gasherde und Platten sind leicht ersetzbar und erhältlich.

Zubehör für Ihre Küche an Bord

  • Topf Halter sind, unabhängig von Ihrem Schiffstyp – Segelboot oder Motorboot-, ein unverzichtbares Extra. Denn mit ihnen behalten Sie Ihre Töpfe auch im Falle von Krängung oder rauer See an ihrem Platz.
  • Statten Sie sich mit Flammsperren aus, um jeden Kontakt von Hitze mit den Schiffswänden zu vermeiden.
  • Kaffeemaschine und Wasserkocher gehören zu den besten Möglichkeiten, um sich schnell mit einem heißen Getränk aufzuwärmen. Sowohl Kaffeemaschinen als auch elektrische Wasserkocher sind mit 12 Volt erhältlich.

Tipps und Tricks von Orangemarine

Vergessen Sie nicht, die Gültigkeit von Ihrem  Gas-Zuführrohr zu überprüfen sowie die Kontroll- und Validierungsdaten Ihrer Feuerlöscher. Meiden Sie Sardinada und Grillen am Hafen, für das Wohlbefinden von allen anderen Wassersportlern.

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